Die Drogenpolitik der Parteien

Chancen auf eine Legalisierung von Cannabis ?
Was hat sich seit den letzen Wahlen verändert ?

Die "Leitlinien für eine Anti-Drogen-Politik der Zukunft" , vorgestellt am 1.8.97 vom Bundesfachausschuß Innenpolitik lassen keine Zweifel daran, daß die >Politik der Zukunft< sich von der Politik der Vergangenheit nicht unterscheiden wird, sollte es auch nach den nächsten Wahlen eine von der CDU/CSU geführte Regierung geben. Im Grundsatz bleibt die Drogenabstinenz die grundlegende gesellschaftliche Zielsetzung. Der Vorbeugung und Aufklärungsarbeit über die Gefahren des Drogenkonsums soll ein noch höherer Stellenwert als bisher zukommen. Prävention darf keineswegs nur auf illegale Drogen zielen. Der Mißbrauch von Alkohol, Medikamenten und Tabak führt oft zu gesundheitlichen Schäden und kann den Einstieg in denn Konsum illegaler Drogen fördern. So weit so gut, ob allerdings eine generelle gesellschaftliche Drogenabstinenz erreicht werden kann erscheint angesichts kultureller "Höhepunkte" wie dem Münchner Oktoberfest oder dem Passauer Dreikönigstreffen, bei dem sich gerade die Politiker der bayrischen Schwesterpartei gerne mehr oder weniger hemmungslos die Kante geben sehr zweifelhaft. Es hat zu keiner Zeit jemals eine völlig drogenabstinente Gesellschaft gegeben und die wird sich auch in Zukunft kaum erreichen lassen, keinesfalls jedoch mit hilf- und sinnlosen Aktionen wie "Keine Macht den Drogen", auf denen Sportler gegen Drogen demonstrieren, die sonst für Tabakfirmen als wandelnde Litfaßsäule unterwegs sind. Die gesundheitsgefährdende Wirkung des Rauchens ist unbestritten. Die CDU unterstützt daher Maßnahmen zur Förderung des Nichtrauchens wie das Zurückdrängen von frei zugänglichen Zigarettenautomaten insbesondere in Schulnähe als einen wichtigen Beitrag zur Begrenzung der Verfügbarkeit von Zigaretten. Leider ist nicht klar zu erkennen wie groß denn die Bannmeile für Zigarettenautomaten werden soll, aber auch der CDU sollte klar sein, daß Minderjährige sich nicht nur in der Umgebung von Schulen aufhalten. Da sich die Christdemokraten nicht nur vehement gegen ein Werbeverbot für Tabak und Alkohol ausgesprochen haben ist also auch ein generelles Verbot von Zigarettenautomaten nicht zu erwarten. Keine Legalisierung illegaler Drogen. Alle Ansätze für eine Liberalisierung von Drogen geben das Ziel der Drogenabstinenz auf. Forderungen nach Drogenfreigabe sind dazu angetan, Drogenkonsum zu fördern. Zahlen aus den Niederlanden beweisen seit Jahren das Gegenteil, auch wenn die CDU schon ebenso lange das Modell der coffie-shops als gescheitert erklärt. Auch die inzwischen in vielen Bundesländern gängige Praxis der Staatsanwaltschaften bei der Anwendung des § 31 a BtMG ("Absehen von der Verfolgung bei geringen Mengen") stößt bei der CDU und den von ihr regierten Bundesländern auf heftigen Widerstand. Der Bundesfachausschuß Innenpolitik der CDU schließt sich ausdrücklich dem Standpunkt des Freistaates Bayern (6 Gramm) bei der Definition der "geringen Mengen" zum Eigenverbrauch an. Dabei darf nicht übersehen werden, daß das Bundesverfassungsgericht von gelegentlichem Eigenkonsum gesprochen hat. Im Klartext: Laßt Euch bloß nicht mehr als einmal erwischen. Die Kriminalisierung und Verfolgung von Cannabiskonsumenten ist also weiterhin ein erklärtes Ziel, was sich inzwischen auch durch die in CDU regierten Ländern übliche Praxis des Führerscheinentzugs bei "auffälligen Personen" bestätigt, selbst wenn das Fahren unter Cannabiseinfluß nicht bewiesen werden kann. Würde dieses Vorgehen auch bei den legalen Drogen Einzug halten, dann hätte in Bayern und den ganzen Weinanbaugebieten wie Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg wahrscheinlich kein Mensch mehr einen Führerschein. Ein weiteres wichtiges Ziel der europäischen Zusammenarbeit ist die Harmonisierung der Drogengesetzgebung in den EU-Staaten. Es muß künftig ausgeschlossen werden, daß Vergehen in einem Land mit Freiheitsentzug geahndet, in einem anderen Land dagegen lediglich als Kavaliersdelikt angesehen werden, da sonst die Gefahr des Drogentourismus erheblich steigt. Ein besonderes Problem stellt die sehr liberale Drogenpolitik in den Niederlanden dar. Eine CDU/CSU regierte Bundesrepublik wird also, wie die ebenfalls als besonders extrem eingestellten Länder Frankreich und Schweden, massiv die liberale Grundhaltung der Niederlande versuchen zu beeinflussen. Auch hier wieder die alte Forderung: Freiheitsentzug für Cannabiskonsumenten. Auch immer wieder interessant sind die widersprüchlichen Aussagen innerhalb der CDU/CSU. Heißt es in den Leitlinien noch: Die SPD gibt vor, sie wolle mit ihrem "Modell" die Trennung der Märkte von "weichen" und "harten" Drogen erreichen. Tatsächlich ist jedoch die Trennung der Märkte bereits gegeben, schreibt Roland Sauer, Leiter des Gesprächskreises Drogen der CDU/CSU Bundestagsfraktion : "Der Versuch, die Märkte für sogenannte "weiche" und "harte" Drogen zu trennen, ist in den Niederlanden mit den coffie-shops gescheitert." Sauer weiter: " Die Verharmlosungsdiskussion führt zudem dazu, daß immer mehr Haschisch auf den Markt gelangt. Dies zeigen die deutlich angestiegenen Sicherstellungsmengen." Dagegen sagte Eduard Lintner, Drogenexperte der CSU, in einem Interview mit der HANF! : "Die jährliche Verbrauchsmenge von Cannabisprodukten läßt sich nicht genau bestimmen, da es einen erheblichen Anteil sogenannten Probierkonsums gibt, und auch die polizeilichen Sicherstellungsmengen diesbezüglich keine Hochrechnung erlauben."

2001:

Verändert hat sich bei der CDU nichts, es reden immer noch Leute wie Bayerns Innenminister Beckstein oder der  Hamburger Innenminister Roger "Sheriff" Kusch einen unglaublichen Blödsinn zusammen wenn es um Drogen geht.

Wie es sich für eine liberale Partei gehört steht die FDP selbstverständlich auch für eine liberale Drogenpolitik. Im liberalen Programm für Schleswig-Holstein heißt es: Eine drogenfreie Gesellschaft wird es nicht geben. Aus diesem Grund muß es das Ziel einer liberalen Drogenpolitik sein, einen verantwortungsbewußten Umgang mit Drogen zu fördern und den Gebrauch von Drogen so weit wie möglich überflüssig zu machen. Das ist zumindest im Ansatz schon sehr viel realistischer als das CDU Programm, die Frage ist nur warum man in den letzten 14 Jahren Regierungsbeteiligung der Liberalen nichts davon gemerkt hat. Bleibt zu vermuten daß entweder die Drogenpolitik nicht wichtig genug ist oder die FDP angesichts ihrer Schwäche gegenüber dem großen Koalitionspartner die zu erwartende Konfrontation gescheut hat. Über Cannabisprodukte heißt es weiter: Die Forschung über die gesundheitlichen und gesellschaftspolitischen Folgen von Cannabisprodukten ist zu intensivieren. Der Konsum von Haschisch und Marihuana soll legalisiert werden. Herstellung und Vertrieb außerhalb staatlicher oder staatlich lizensierter Stellen bleiben strafbar. Gegen eine Intensivierung der Forschung hat sicherlich niemand etwas einzuwenden, nur: Warum werden vorhandene Ergebnisse, wie die 1997 vom Bundesministerium für Gesundheit in Auftrag gegebene sog. Kleiber-Studie nicht einfach ausgewertet, da steht schon einiges Wissenswerte über den Cannabiskonsum in Deutschland drin. Wenn die Ergebnisse solcher Studien dem Gesundheitsministerium nicht ins Konzept passen, weil sie die "falschen" Antworten liefern müssen eben neue Studien her ? Das gerade die FDP Schleswig-Holstein den Vertrieb innerhalb staatlicher oder staatlich lizensierter Stellen verlangt ist schon etwas merkwürdig, hat sie doch gerade der Schleswig-Holsteiner Kubicki gegen den von der SPD geplanten Modellversuch ausgesprochen mit den Argumenten, der Staat dürfe nicht zum Dealer werden. Wie bei fast allen Parteien, mit Ausnahme von CDU und CSU, sind es die Jugendorganisationen, die für die Freigabe von Cannabis eintreten. Die Jungen Liberalen halten die Einrichtung staatlich lizensierter Stellen zur Abgabe von Cannabisprodukten für eine sinnvolle Lösung. Die Erteilung einer Lizenz setzt den Nachweis von Kenntnissen bezüglich der Wirkungen, Produktion und Verarbeitung von Cannabispflanzen voraus. Leider ist es nun einmal so, daß die Jugendorganisationen einen nicht allzu großen Einfluß auf die Politik der Parteien haben, wie auch der Jungliberale Eric Weik feststellte: "Für die Jungen Liberalen ist die Forderung nach Legalisierung von Cannabisprodukten und die Einführung von Coffeeshops nach niederländischem Vorbild in Deutschland seit Jahren eine ganz zentrale Forderung und Gegenstand ständiger Reibereien mit der Mutterpartei." In einer Rede zum Drogenpolitischen Kongreß der FDP Bundestagsfraktion im Juni 97 sagte der FDP Bundesvorsitzende Dr. Wolfgang Gerhardt: "Die öffentliche Diskussion beschäftigt sich immer wieder mit der Frage, ob durch eine Legalisierung von vor allem weichen Drogen und der damit verbundenen Entkriminalisierung vieler Betroffener der Markt zerstört und damit der Drogenhandel wirksam bekämpft werden kann. Aktuelles Beispiel ist die Absicht der schleswig-holsteinischen Landesregierung, in Apotheken den Verkauf von Marihuana und Haschisch zuzulassen. Durch eine Legalisierung würden zudem die Preise durch vermehrtes Angebot und leichten Zugang sinken und die Süchtigen nicht mehr zur Beschaffungskriminalität gezwungen. Allerdings würde mit sinkenden Preisen die Akzeptanz von Drogen steigen. Sie wären noch leichter zugänglich und ihr Verbrauch würde sich wie bei Alkohol und Nikotin auf einem relativ hohen Gesamtniveau stabilisieren. Zwar sind Alkohol und Nikotin sogenannte legale Drogen. Es kann jedoch nicht Ziel einer verantwortungsvollen Drogenpolitik sein, darüber hinaus noch weitere Drogen gesellschaftsfähig zu machen. Diese Drogen würden leichter zugänglich. Der Konsum würde steigen und damit die Gefahr, daß auch die Zahl der Süchtigen zunimmt. " Auch hier wieder die gleichzeitige Erwähnung von Cannabis, Sucht und Beschaffungskriminalität, obwohl auch Dr. Gerhardt wissen müßte, daß da jeglicher Zusammenhang fehlt. Bei einer Zahl von geschätzten 2 Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland ist die Frage nach der gesellschaftlichen Akzeptanz völlig überflüssig, wenigstens bei den Konsumenten und ihrem Umfeld ist Cannabis längst eine gesellschaftsfähige Droge, auch wenn der Konsum nicht wie bei Alkohol und Nikotin auf offener Straße stattfindet.

2001:

Kurzzeitig haben die Schleswig-Holsteiner Jungen Liberalen im letzten Jahr mit der Pro-Cannabis Webseite "Bekifft-ficken.de" für Aufsehen gesorgt. Die Reaktionen in der Mutterpartei reichten von "So etwas kann man vertreten, aber der Name ist geschmacklos" bis zu "Dumme Jungen Streich". Bei einer eventuellen Regierungsbeteiligung in der Zukunft wird aber von der FDP sicherlich kein Vorstoss in Richtung Legalisierung zu erwarten sein.

Die SPD kann für sich in Anspruch nehmen der Legalisierungsdebatte neuen Anschwung gegeben zu haben. Der in Schleswig-Holstein von der Landesregierung geplante Modellversuch zur Abgabe von Haschisch und Marihuana in Apotheken hat bundesweit für Aufsehen gesorgt, auch wenn der Antrag letzten Endes am Widerstand von Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer und dem Bundesinstitut für Arzneimittel scheiterte. Wie die Schleswig-Holsteiner Gesundheitsministerin Heide Moser ankündigte wolle sich die SPD bei einer Änderung der Machtverhältnisse für eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes einsetzen um dann den Antrag erneut einzubringen. Dabei sollte nicht vergessen werden, daß es sich dabei nicht um eine Legalisierung von Cannabis handelt, sondern um einen zeitlich und örtlich begrenzten Modellversuch, mit der Betonung auf Versuch. Auch wenn die Opposition in Kiel von einer "Legalisierung durch die Hintertür" sprach gibt es bis jetzt keine eindeutige Forderung nach Legalisierung von Cannabisprodukten durch die SPD Bundestagsfraktion. Zur Zeit hält sich die SPD, wohl in Hinsicht auf die anstehende Bundestagswahl, sehr bedeckt was das Thema Cannabis betrifft. Im aktuellen Programm heißt es zur Drogenpolitik lediglich Wir wollen neue Wege in der Drogenpolitik. Wir werden eine Drogenpolitik gestalten, bei der Hilfe für die Abhängigen und gesundheitliche Vorsorge im Vordergrund stehen. Kein Wort über Cannabis oder Legalisierung weicher Drogen, auch hier wieder die Diskrepanz zwischen der Jugendorganisation der SPD und der Mutterpartei. Jürgen Neumeyer von den Jungsozialisten zur Drogenpolitik der SPD: "Obwohl wir es 1993 geschafft haben, auf dem Bundesparteitag der SPD den Beschluß herbeizuführen: >Zu einer legalen Abgabe von Cannabisprodukten zum Eigenverbrauch müssen Bedingungen für einen kontrollierten Verkauf geschaffen werden<, gibt es auch innerhalb der SPD-Funktionärsebene die ewig unbelehrbaren Vertreter einer repressiven Drogenpolitik." Zu denen gehört scheinbar auch Johannes Singer, MdB und Vorsitzender der AG Drogenpolitik der Bundestagsfraktion, der im April 1997 in der HANF über Cannabis schrieb: "Ein generelles Verbot ist von großer Bedeutung, weil es die Distanz zu Drogen erhöht, ein deutliches Signal setzt und bei der Mehrheit der Bevölkerung einem Cannabismißbrauch vorbeugt. Dies ist notwendig, weil der fortgesetzte Cannabismißbrauch die Gesundheit erheblich schädigen, zu psychischer Abhängigkeit führen und insbesondere bei jungen Menschen eine Störung der Persönlichkeitsentwicklung bewirken kann. Jeder der sich für eine Erleichterung der Verfügbarkeit von illegalen Drogen einsetzt, muß sich die Frage gefallen lassen, wie dies mit allen übrigen Forderungen zur Gesundheits- und Umweltpolitik in Übereinstimmung zu bringen ist." Eine eindeutige Absage an die Legalisierung, für Singer scheint es auch die Möglichkeit eines Cannabisgebrauchs nicht zu geben, es ist hier immer nur von Mißbrauch die Rede. Niemand stellt in Abrede daß es bei Alkohol sowohl den Mißbrauch, als auch den in normalem Rahmen bleibenden Gebrauch gibt, bei Cannabiskonsumenten scheinen diese Regeln mal wieder nicht zu gelten.

2001:

Marion Caspers-Merk (SPD) heißt die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, nach dem Abgang von Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) musste auch die Grüne Drogenbeauftragte Christa Nickels gehen. Da Caspers-Merk dem Seeheimer Kreis ( SPD - Rechte) angehört ist aus dieser Richtung sicherlich auch nichts Positives zu erwarten.

Klare Aussagen zur Drogenpolitik gibt es von Bündnis 90/Die Grünen, bei denen die Legalisierung von Cannabis ein zentraler Punkt der Drogenpolitik ist. In einer Pressemitteilung erklärte der drogenpolitische Sprecher Rezzo Schlauch: "Die Bilanz zeigt: Die Drogenpolitik der Bundesregierung ist seit langem gescheitert. Die Legalisierung von Cannabis würde die Voraussetzung schaffen, die Märkte für harmlose Drogen wie Cannabis und harte Drogen zu trennen, die Konsumenten nicht in illegale Beschaffung zu drängen, und mit gezielten gesundheitspolitischen Maßnahmen die Folgen von Suchterkrankungen zu bekämpfen und Sucht durch präventive Schritte zu vermindern." Aber auch die Grünen müssen sich Kritik aus den eigenen Reihen gefallen lassen. So schreibt etwa Tilmann Holzer, Mitglied des Fachforums Drogen des GAJB (Grün-Alternatives Jugendbündnis) "Ein drogenpolitisches Grundsatzprogramm allein bringt noch keine Legalisierung. Inzwischen gibt es fünf rot-grüne Landesregierungen, die drogenpolitisch allesamt äußerst unbefriedigend arbeiten." Kritisiert wird hier hauptsächlich die Forderung nach weiterhin konsequenter Bestrafung bei Besitz von Ecstasy zum Eigenkonsum, die Ablehnung eines Werbeverbots für Alkohol und Tabak. "Die rechtliche Freigabe von Cannabis zum Konsum und die Abgabemöglichkeit von Heroin an Schwerstabhängige wären allein schon zwei Punkte, so Rezzo Schlauch, die hart gegenüber dem möglichen Koalitionspartner SPD durchzusetzen wären". Dazu Joachim Eul, Mitglied der LAG Drogen Berlin: "Die Freigabe von Cannabis, im wohlgefälligen Selbstlobbismus (schließlich hat jeder zweite bis dritte Grüne schon mal gekifft) reicht hier völlig. Die Rechte der übrigen KonsumentInnen von anderen, wohl gefährlicheren Drogen als Cannabis sind unter dieser Prämisse eben nicht ganz so wichtig!"

2001:

Es war wohl kaum etwas so ernüchternd wie die Drogenpolitik der Grünen seit der Bundestagswahl. In sehr vielen Punkten sind sie umgefallen, beim Thema Cannabis Legalisierung haben sie nicht einmal den Versuch gemacht aufzustehen. Ex-Gesundheitministerin Fischer hat sich sogar geweigert zu diesem Thema Stellung zu nehmen - auf Fragen aus der eigenen Partei. Nicht einmal der ungerechtfertigte Entzug des Führerscheins bei Cannabisbesitz ist auf den Tisch gekommen und Ex-Drogenbeauftragte Christa Nickels läßt Links zu Cannabis Seiten auf ihrer Homepage entfernen nach einem Bericht der BILD Zeitung. Der Springer-Verlag bestimmt in Deutschand anscheinend immer noch die Richtung in der Politik.

Bereits am 12. Mai 1995 gab es einen Antrag der Abgeordneten Ulla Jelpke, Dr. Ruth Fuchs, Dr. Barbara Höll und der Gruppe der PDS im Bundestag zur Entkriminalisierung des Gebrauchs bislang illegaler Rauschmittel, Legalisierung von Cannabisprodukten und kontrollierten Abgabe sogenannter harter Drogen in dem es heißt: "Die Bundesregierung wird aufgefordert, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Entkriminalisierung des Gebrauchs bislang illegaler Rauschmittel, die Legalisierung von Cannabisprodukten sowie die medizinisch kontrollierte Abgabe sogenannter harter Drogen vorsieht. Gefordert wurde unter anderem die sofortige Legalisierung von Cannabisprodukten, wobei ein Abgabeverbot an Jugendliche unter 16 Jahren sowie die Verpflichtung von Abgabestellen zu Beipackzetteln über den THC-Gehalt sowie mögliche Risiken zu normieren sind. Ulla Jelpke, MdB und innenpolitische Sprecherin der PDS: "Das Beispiel Holland zeigt ja, daß ein toleranter Umgang am besten geeignet ist, irrationale Ängste und Vorurteile gegenüber dem Cannabiskonsum abzubauen."

2001:

Die letzte Hoffnung? In der Opposition haben immer alle ne große Klappe.


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